Gothic Friday Runde 2: Musik und Leidenschaft
In der zweiten Runde des Gothic Friday stellen Shan Dark und Robert 10 Fragen zu dem Thema Musik und Du, die es zu beantworten gilt. Hier sind meine Antworten:
Was bedeutet Musik für Dich? Wie wichtig ist sie Dir?
Mir persönlich bedeutet Musik eine Menge, da es einfach für jede Situation passende Musik gibt und man in ihr einfach gut Zuflucht suchen kann, wenn man mal nicht weiter weiß.
Welche Richtungen »schwarzer Musik« hörst du? Nenne ein Beispiel, das für Dich deine Bedeutung des Genre am besten Wiedergibt.
Am liebsten höre ich die ursprünglichen Stilrichtungen, also Postpunk, Gothic Rock, (Dark) Wave und Batcave, da die mir mittlerweile klanglich am meisten zusagen.
Am besten passend für die einzelnen Richtungen sind
für mich Transmission – Joy Division (Postpunk),
Preacher Man – Fields of the Nephilim (Gothic Rock),
A Forest – The Cure (Dark Wave) und
In And Out Of My Mind – Alien Sex Fiend (Batcave).
Die üblichen Verdächtigen halte ![]()
Selbstverständlich sind bei diesem Genre die Übergänge fließend.
Wie würdest deine musikalische Laufbahn beschreiben? Über welche Richtung der Musik bist Du in die Szene gekommen, welche hast hinzugewonnen, welchen hast du abgeschworen und was hörst du heute?
In die Szene kam ich über wohl über Evanescence, aber eher unbewusst. Später dann bei meinem bewussten Gothic-Werdegang waren es ASP, Rammstein, Unheilig, Staubkind, Lacrimosa und Cure. Also alles in allem das, was heute meist als Gothic tituliert wird, aber eher in andere einzuordnen sind. Hinzukamen dann mit der Zeit einige untypische Sachen wie Hardcore-, Oi!- und Deutschpunk, außerdem diverse Wave-Richtungen, Gothic-Punk/Batcave und Horrorpunk. Von den Bands meiner Anfangszeit sind nur ASP und Cure geblieben, die anderen hör ich so gut wie gar nicht mehr.
Wie und wo hörst du Musik am liebsten?
Am liebsten hör ich Musik direkt von Vinyl, wegen dem einzigartigen Klang, den man dabei hat und, weil ich alte Platten einfach irgendwie mag.
Wenn es nicht anders geht, bin ich aber auch mit CD zufrieden. Unterwegs hör ich über Kopfhörer Musik von meinem Handy. Was die Lokalitäten betrifft, so am besten immer und überall.
Welche Musik hörst du außerhalb der typischen dunklen Musik noch?
Da wären zum einen die erwähnten, aber noch nicht so sehr ungewöhnlichen Hardcore-, Oi!- und Deutschpunk
und zum anderen Rap. Letzteres hörte ich schon bevor ich Gothic kannte und es hat mich nie losgelassen.
Mal angenommen, Du könntest ein Instrument spielen, hättest eine tolle Stimme und würdest zusammen mit Freunden eine Band gründen. Welche Rolle in der Band wäre Deine?
Meine Rolle wäre ganz klar Sänger und Bassist, da ich mir dieses Instrument momentan beibringe und hin und wieder eventuell ein bisschen Geige. Und nach Möglichkeit will ich es nicht nur beim „mal annehmen“ belassen, gibt einfach zu wenig modernde Wave-Bands ;)
Was bedeutet Musik für Dich? Wie wichtig ist sie Dir?
Nenne 5 deiner Alben die für Dich unverzichtbar mit Szene verbunden sind.
Da wäre zuerst einmal Seventeen Seconds von The Cure, das für mich einfach eine genial, düstere Atmosphäre hat.
Dann Dawn Razor von den Fields, weil es mein erstes Gothic-Album war.
Mein zweites war The First Alien Sex Fiend CD, bei dem sich die Interpreten-Nennung erübrigt und welches ich immer wieder gerne höre.
Als untrennbar mit der Szene verbunden ist noch das berühmte Iggy Pop Album The Idiot, das unzählige bekannte und unbekannte Bands der ersten Generation prägte.
Und zum Schluss noch Joy Divisions Debüt-Album Unknown Pleasures.
Welche musikalischen Eigenschaften hat für dich das ideale Lied?
Ein ideales Lied müsste für mich ein melancholische, mystische, aber nicht zu einschläfernde Stimmung haben. Das Geschlecht spielt beim Gesang keine Rolle, aber er sollte nicht zu tief sein und außerdem gut zum Text passen. Die Besetzung wären ein oder zwei leicht verzerrte Gitarren, ein vordergründiger E-Bass, ein normales Schlagzeug und in Maßen ein Synthesizer.
Textlich sollte es nicht zu klischeehaft sein, aber doch so seine gewisse Portion Weltschmerz und Verzweiflung haben.
Welche Band oder welchen Musiker/in würdest Du gern mal interviewen und auf welchen Frage musst Du dabei unbedingt eine Antwort haben?
Da gäbs einige Leute die ganz interessant wären, unter anderem der leider verschiedene Ian Curtis.
Robert Smith und speziell auf das Bass-Spielen bezogen Simon Gallup von The Cure wären auch nicht ohne.
Auch würde ich ganz gern mal wissen was Peter Murphy von der Rolle als „Godfather of Goth“ hält die ihm verliehen wurde.
Zu dem wäre Carl McCoy eine der Personen, der man viele Fragen stellen kann, zB was er von der ganzen Gothic-Sache hält und wie er dazu steht.
Wer oder was repräsentiert für die Dich die Zukunft der »schwarzen« Musik?
Leider kenne ich keine Nachwuchsbands aus dem Wave- und Gothic-Punk Umfeld, was aber auch teilweise daher rührt, dass es wohl kaum welche geben wird. Aber das wäre für mich persönlich die Zukunft der Gothic-Musik.
Höchstwahrscheinlich wird es aber noch abstruser werden, als es jetzt schon ist, durch den ganzen
Industrial/EBM/Dark Wave Techno den man überall zu hören kriegt.
8. Februar 2011 um 01:14
Vielen Dank für deinen Beitrag! Interessant finde ich bei Dir die Rückbesinnung zu recht “alten” Klängen, wenn man dein Alter in Betracht zieht. Das ist jetzt nicht negativ gemeint, im Gegenteil. Was hat Dich dazu bewegt die mit Klassiker wie “cure” auseinanderzusetzen. Gerade Iggy Pops Album in deiner Top 5 zu finden, ist schon etwas ungewöhnlich. War das so eine Art Wurzelsuche?
8. Februar 2011 um 18:00
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Und auf Cure kam ich, weil die in dem Buch durch das ich auf die Szene kam, als wohl bekannteste Gothic-Band betitelt wurde, also hab ich da einfach mal reingehört, fand die zwar Anfangs noch nicht so toll, aber mit der Zeit mag ich sie immer mehr
Ja, Wurzelsuche triffts ziemlich genau, wie schon im ersten Beitrag erwähnt hab ich mich in meine anfänglichen Unwissenheit nicht wenig an Wikipedia orientiert und da wurde Iggy Pops The Idiot als Inspiration vieler früher Goth-Bands, wie Siouxsie and the Banshees, Joy Division usw., genannt.
13. Februar 2011 um 18:34
http://www.spontis.de/schwarze-szene/gothic-friday/gothic-friday-februar-musik-und-leidenschaft/trackback/