Gothic Friday Juli – Symbol und Sinnbild

Puh, beinahe hätte ich den diesmonatigen vergessen, aber wie ihr seht, habe ich doch noch dran gedacht 😉
Diesen Monat sind Symbole das Thema und von denen hab ich einige.

Da ist zum Beispiel das Ankh
Geschichte:
In meinen Besitz gelangt ist es letztes Jahr auf dem Spaceritter Festival, dort habe ich nach langem Suchen endlich einen Ankh Anhänger gefunden der mir gefällt und mit einem Preis von 6 Euro sicher nicht zu viel bezahlt.
Bedeutung:
Das Ankh ist seit jeher ein Zeichen für Auferstehung und ewiges Leben und damit als Klischee-Gothic-Symbol prädestiniert. Dennoch trage ich das Ankh nicht des Klischees wegen, sondern zum einen weil es mir optisch gefällt und zum anderen sagt mir die Bedeutung sehr zu.
Und hier ist ein Bild von meinem:

Auf Nummer Eins folgt Nummer Zwei, was in diesem Fall mein Krakenanhänger ist
Geschichte:
Bekommen habe ich ihn vor ein paar Jahren in Italien, da ich ein großer Fan der Kopffüssler bin und weil ich den bei einem Händler so schön fand hat ihn mir meine Mutter damals gekauft (war übrigens noch vor meiner Gruftie-Zeit)
Bedeutung:
Ursprünglich trug ich ihn nur um mein Interesse für Tintenfische nach außen hin zu zeigen, mittlerweile kommt aber noch hinzu, das ich ein Fan von H.P. Lovecraft bin, weswegen ich den Anhänger auch als eine Hommage an Cthulhu trage.

Ein weiteres „Symbol“ in meinem Leben ist meine Taschenuhr
Geschichte:
Nachdem ich Goth wurde, erwachte auch nach und nach ein Interesse an der Viktorianischen Epoche, welche nicht ohne die Taschenuhr auskommt. Natürlich wollte ich gern selbst so etwas faszinierendes haben und sah mich deswegen mal im Internet um, landete bei Amazon und fand schließlich eine günstige für sogar unter 30 Euro, die direkt auf meinem Wunschzettel landete. Und nun leistet mir diese hübsche, silberne Uhr seit Weihnachten 2009 treue Dienste.
Bedeutung:
Wie schon erwähnt ist die Taschenuhr, ähnlich dem Zylinder, ein klassisches Stil-Element des 19. Jahrhunderts, an dem ich mich hin und wieder äußerlich gerne orientiere. Und diese Uhr ist für mich aber nicht nur Accessoire, sondern auch Sinnbild meiner Leidenschaft für diese vergangene Zeit.
Was noch hinzukommt, um frei aus dem Buch „Der Gentleman: Handbuch der klassischen Herrenmode“ zu zitieren, die Taschenuhr zeichnet jemanden aus der einen außergewöhnlichen und von der Norm abweichenden Geschmack hat; was bei mir zweifellos zutrifft.

Dann gäbe es da noch die Herz Sieben
Geschichte und Bedeutung sind hier verknüpft da, dieses Symbol für mich speziell eine Rolle spielt:
In meiner Schulklasse ist es eine Gewohnheit, die Pausen mit Kartenspiele zu verbringen und irgendwann viel mir auf, dass immer wenn ich die Herz Sieben hatte verlor. Infolgedessen dachte ich mir dann, ich dreh den Spieß einfach um und mach die ♥7 zu meinem Glücksbringer. Zufälligerweise blieb genau diese Karte unversehrt, als, in einem Chaos, während einer Freistunde, das Kartendeck eines Kumpels zerstört wurde.
Seitdem trage ich diese Karte in dem Hutband meines Zylinders, auch wenn ich leider nur selten Gelegenheit dazu habe.

Fünftes und letztes Symbol, das in meinem Leben eine Rolle spielt ist das Auge des Horus, welches ich auf einem kleinem, runden Anhänger an meinem Hals trage
Geschichte:
Ursprünglich war dieser Anhänger zum Thema Yu-Gi-Oh! einer Animezeitschrift als Extra beigelegt und verschwand relativ schnell in einer Schublade. Vor ein paar Wochen aber fand ich es zufällig wieder und mir kam in den Sinn, das es gar nicht so schlecht aussieht und sicher kaum erkannt wird.
Bedeutung:
Der Ägyptischen Mythologie nach soll der Gott Seth, bei dem Streit um den Thron ihres Vaters, seinem Bruder Horus das Auge ausgestochen haben. Zu seiner Wirkung ein Wikipedia-Zitat: „Als wirksames Amulett dient es seit Beginn des Alten Reichs bis zum Ende der Pharaonenzeit als Schutz gegen den „bösen Blick“ und vor Unfällen, außerdem soll es Kraft und Fruchtbarkeit bringen.“

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4 Antworten to “Gothic Friday Juli – Symbol und Sinnbild”

  1. Hatte mal wieder Amüsement und Aha-Effekte beim Lesen – schöner Beitrag. Auch dass Du zuerst die Geschichte zum Symbol erzählst macht’s interessant. Mir gefällt dein Cthulhu *habenwill* – der hat ja eh eine riesige fangemeinde. Ob eine Taschenuhr ein Symbol ist…? Ich würde sie schlicht als passendes Accessoire bezeichnen, auch wenn Deine „Begründung“ dafür natürlich extrem charmant ist. Und einem Gentleman mit außergewohnlichem Geschmack widerspricht man nicht ;o).

    • Wobei mir leider aufgefallen ist, dass Cthulhu heutzutage immer weniger Leuten was sagt. 😦

      Ob eine Taschenuhr ein Symbol ist, darüber lässt sich streiten. Ich habe das Motto des Gothic Friday einfach so interpretiert, dass es um die Dinge geht, die für einen selbst Symbolcharakter haben 😉

  2. Hi!

    Die Taschenuhr finde ich besonders schön! 🙂
    Es ist interessant zu lesen, wie Du verschiedene
    Symbolgegenstände mit Deinem Leben verknüpfst!
    Bei der ♥7 zB hätte ich nie und nimmer so
    viel hineininterpretiert. Früher habe ich auch mal
    gesagt, ich mache die 13 zu meiner Glückszahl.
    Aber schnell stellte sich heraus: Das war völliger
    Quatsch, die 13 war auch nicht besser oder schlechter
    als die anderen Zahlen. Meine Glücksmomente
    konzentrierten sich bislang in meinem Leben
    jedenfalls nicht um eine bestimmte Zahl oder ein
    bestimmtes Symbol. Wenn man allerdings explizit
    auf etwas achtet, können subjektive Häufungen
    durchaus vorkommen. Weil man gleichzeitig viele
    andere Dinge ausblendet. 😉

    Das Ankh und das Auge des Horus finde ich
    ebenfalls sehr schön. Ersteres ist natürlich bekannt,
    das zweite Symbol sagte mir bislang nichts.
    Also das Auge an sich habe ich schon hier und da
    mal gesehen, kannte aber seine Bedeutung nicht. 😉
    Ich war zwar schon in ägypten aber ich habe mich erstens nicht megaintensiv mit allen Symbolen
    beschäftigt und zweitens hab ich inzwischen auch
    vieles wieder vergessen, obwohl ich die ägyptische
    Mythologie durchaus interessant finde. Der Urlaub ist
    immerhin schon 10 Jahre her. *abwink*…

    Dunkle Grüße! 🙂
    Melle

  3. […] vorm sym­bo­li­schen Abga­be­schluss schaffte es Schat­ten noch ohne Pro­bleme, uns mit sei­nen per­sön­li­chen Geschich­ten von den Bedeu­tun­gen […]

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