Gothic Friday November – Woran glaubst du?

Um endlich mal wieder einen Gothic Friday-Artikel pünktlich fertig zu stellen, kommt hier jetzt ein kleiner Einblick in meine Glaubenswelt. Angeregt durch die sowieso im November vorherrschende Dunkelheit und mystisch-nebelige Stimmung kamen Shan Dark (Schwarzer Planet) und Robert (Spontis) auf die schöne Idee, dieser (zumindest 2011) vorletzten Runde des Gothic Friday das Thema Glaube zu verleihen.
Ich werde in diesem Beitrag einen Schnitt quer durch meine Glaubensansichten von Beginn bis Heute bieten.

Als ich noch klein war hatte ich ein deutlich christlich geprägtes Leben, unter anderem da ich einen evangelischen Kindergarten besuchte. Ich dachte damals das es irgendwie ja wohl stimmen muss was die Erwachsenen von Gott und Jesus etc erzählen, aber genauer damit befasst habe ich mich nicht. Ich weiß nur, dass mir die damals hin und wieder vorkommenden Kirchenbesuche irgendwie zuwider waren, die Blasmusik fand ich grauenvoll, die Predigten furchtbar langweilig und viel damit anfangen konnte ich auch nicht.

Als ich ein wenig älter, so 8/9 etwa, war ich eigentlich vollkommen atheistisch geworden. Nicht der hochtrabende, philosophische  Atheismus eines Nietzsches oder Feuerbachs, sondern einfach nur Atheismus Mangels Glauben. Allerdings hatte ich damals schon etwas vielen Atheisten in meinem jetzigen Alter vorraus; ich hatte kein Problem mit Gläubigen.
Allgemein ist das etwas, das mich an vielen Atheisten stört, statt einfach nur Ungläubig zu sein und den Glauben Glauben sein zu lassen, regt man sich pausenlos über Personen mit Religion und über diese auf.

Später dann begann ich mich fürs Neu-Heidentum, Asatru im speziellen, Antik- und Naturreligionen im allgemeinen, zu interessieren, aber richtig diesem Glauben angehörig war ich nie.
In dieser Zeit informierte ich mich so ziemlich über alles was man irgendwie Glauben kann: Hinduismus, Buddhismus, Shintoismus, diverse heute noch bestehende Naturreligionen, Wicca, Satanismus, diverse Ausrichtungen des Monotheismus (Islam, Judentum, Christentum), der Glauben der alten Ägypter, Mayas, Inkas und Atzteken und was weiß ich nicht noch alles.

Allerdings konnte ich mich nie irgendwie auf was festlegen, da glaubenstechnisch der Skeptiker in mir einfach viel zu groß ist.
Mit der Zeit entwickelte ich dann nach und nach meine eigene Glaubensvorstellung. Ich war der Ansicht, wenn es irgeneinen Gott gibt, müsse es alle anderen Götter auch geben, also entweder alle oder keinen.
Und da man weder beweisen noch widerlegen kann, ob es Götter gibt war ich der Meinung, das man sich da nicht festlegen könnte. Da ich keinen passenden Namen für diese Ansicht kannte, betitelte ich sie mit der fantasievollen Bezeichnung: Hyperpolytheistischer Agnostizismus 😀

Mittlerweile weiß ich, das sich die vorrangegangene Beschreibung schon simpel und einfach als Agnostizismus bezeichnen lässt.
Und Agnostizist bin ich nach wievor.

So, das war ein kurzer Gang durch meine Glaubensansichten im Verlauf meines Lebens 😉

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2 Antworten to “Gothic Friday November – Woran glaubst du?”

  1. Hi !

    Gut geschrieben!
    Ja, die Kirchgänge und den
    Kindergottesdienst fand ich früher
    auch überwiegend sterbenslangweilig… o.0

    Dunkle Grüße ! 🙂
    Melle

  2. Hyperpolytheistischer Agnostiker… klingt verdammt hochtrabend und trifft dennoch das was du beschreibst sowas von auf den Kopf, sehr schön 🙂

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